Bierwisch & Kistler

Rechtsanwälte Partnerschaft

Verkehrsrecht

Die jährlich erfasste Zahl von Verkehrsunfällen ist derzeit rückläufig. Insbesondere werden weniger Menschen im Straßenverkehr getötet oder verletzt als in den ersten Jahren der polizeilichen Unfallstatistiken. Nicht zuletzt beruht dies auf der immer ausgereifteren Sicherheitstechnik der Automobile. Aber keine noch so gute Statistik hilft im Ernstfall weiter.

Im Verkehrsrecht greifen verschiedene Rechtsgebiete ineinander. Bußgeldbescheide oder strafrechtliche Verurteilungen können sich auch auf die Schadensabwicklung auswirken. Hinzu kommt mitunter eine Vielzahl von Geschädigten und Anspruchstellern. Zahlreiche Gesetze und eine sich stets weiterentwickelnde Rechtsprechung verkomplizieren die Materie.

Wir wickeln Ihren Unfall kompetent und zuverlässig ab.

 

Unfall bei einem Spurwechsel

Wolfgang Kistler Aug 21 2013
Verkehrsrecht >>

Das Oberlandesgericht München hat in einem Urteil vom 17.05.2013 entschieden, dass bei einem Auffahrunfall nach einem Spurwechsel die Vermutung dafür besteht, dass der Spurwechsler das alleinige Verschulden an dem Auffahrunfall trägt.

Während bei den üblichen Aufahrunfällen zunächst davon ausgegangen wird, dass typischer Weise der Auffahrende entweder den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht eingehalten oder nicht die nötige Aufmerksamkeit an den Tag gelegt hat, liegt bei einem Auffahrunfall die Sachlage anders. Besteht ein enger zeitlicher Zusammenhang des Unfalls mit dem Spurwechsel, befand sich der Spurwechsler also erst nur kurze Zeit auf der Fahrbahn des Auffahrenden, wird das Verschulden des Spurwechslers vermutet. Die Betriebsgefahr des auffahrenden Fahrzeugs tritt vollständig zurück. Es liegt dann am Spurwechsler, diesen Anscheinsbeweis zu widerlegen.

OLG München, Urteil vom 17.05.2013, Aktenzeichen: 10 U 3024/12

Alle Angaben ohne Gewähr!

Zurück...